VPU Österreich: Ablauf, Kosten & Vorbereitung 2026
Eine verkehrspsychologische Untersuchung kann Fragen aufwerfen: Warum wird sie verlangt? Was passiert beim Termin? Und welche Schritte sind auf dem Weg zur Lenkberechtigung wichtig?
Die VPU Österreich dient dazu, bestimmte verkehrspsychologische Voraussetzungen für das sichere Lenken von Kraftfahrzeugen zu beurteilen. Dabei können unter anderem die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit und die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung untersucht werden.
In unserem Ratgeber erfahren Sie, wann eine verkehrspsychologische Stellungnahme verlangt werden kann, wie die Untersuchung abläuft und welche Kosten beziehungsweise weiteren Maßnahmen eine Rolle spielen können.
Gut zu wissen: Die österreichische VPU ist nicht identisch mit der deutschen MPU. Die jeweiligen gesetzlichen Grundlagen und Verfahren unterscheiden sich.
Was Sie über die VPU wissen sollten
Drei zentrale ThemenRechtliche Grundlage: Die verkehrspsychologische Stellungnahme und Untersuchung sind insbesondere in § 17 FSG-GV und § 18 FSG-GV geregelt. Ob eine Stellungnahme, eine amtsärztliche Untersuchung oder eine Nachschulung erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Sachverhalt und den anwendbaren Vorschriften ab. Stand: Oktober 2026.
Wann wird eine VPU in Österreich verlangt?
Nicht jeder Führerscheinentzug führt automatisch zu einer verkehrspsychologischen Untersuchung. Entscheidend sind der konkrete Verkehrsverstoß, mögliche Eignungszweifel und die gesetzlichen Anforderungen.
Die VPU Österreich kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die Behörde eine verkehrspsychologische Stellungnahme benötigt, um Fragen zur Fahreignung zu klären.
Dabei können sowohl die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit als auch die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung eine Rolle spielen.
Vier typische Situationen, in denen eine VPU relevant wird
Die rechtlichen Voraussetzungen sind unterschiedlich. Die folgenden Beispiele zeigen, weshalb eine verkehrspsychologische Abklärung erforderlich sein kann.
Alkohol am Steuer
Alkoholbezogene Verkehrsübertretungen können verschiedene Maßnahmen auslösen. Bei 1,6 Promille Blutalkoholgehalt oder mehr sowie bei Verweigerung der vorgesehenen Atemalkoholuntersuchung sind neben der Entziehung insbesondere eine Nachschulung, ein amtsärztliches Gutachten und eine verkehrspsychologische Stellungnahme vorgesehen.
Suchtmittel und gesundheitliche Eignungszweifel
Eine Fahrt in suchtmittelbeeinträchtigtem Zustand kann zum Entzug der Lenkberechtigung und zu weiteren Maßnahmen führen. Dabei können insbesondere medizinische Fragen zur gesundheitlichen Eignung wichtig sein.
Eine VPU kommt zusätzlich in Betracht, wenn dafür die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, etwa wenn eine verkehrspsychologische Stellungnahme zur Klärung von Eignungszweifeln benötigt wird.
Wiederholte oder besonders gefährliche Verkehrsverstöße
Wiederholte schwere Verkehrsverstöße können Zweifel an der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung begründen. Je nach Delikt, Wiederholungszeitraum und behördlicher Entscheidung kann eine verkehrspsychologische Stellungnahme erforderlich sein.
Auch nach bestimmten gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschfahrten auf Autobahnen oder besonders gefährlichem Fahrverhalten sind bei einschlägigen Wiederholungsfällen weitergehende Begutachtungen vorgesehen.
Sonstige gesetzliche Untersuchungsanlässe
§ 17 FSG-GV erfasst außerdem weitere Fälle. Mangelnde Bereitschaft zur Verkehrsanpassung ist beispielsweise bei drei Entziehungen der Lenkberechtigung innerhalb von fünf Jahren anzunehmen.
Auch bei bestimmten Zweifeln an der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit, beim Erwerb der Klasse D oder unter besonderen Voraussetzungen nach wiederholt nicht bestandener praktischer Fahrprüfung kann eine verkehrspsychologische Stellungnahme vorgesehen sein.
Alkohol am Steuer: Ab wann ist eine VPU in Österreich vorgesehen?
Der Alkoholwert ist ein wichtiger Faktor. Die folgende Übersicht zeigt typische Folgen bei entsprechenden Alkoholverstößen. Sie bezieht sich auf die grundlegenden Fallgruppen ohne zusätzliche Sonderkonstellationen.
Verkehrscoaching
Bei einer erstmaligen entsprechenden Übertretung ohne besondere Konstellationen ist grundsätzlich ein Verkehrscoaching vorgesehen. Eine VPU folgt daraus nicht automatisch.
Nachschulung
In dieser Fallgruppe ist eine Nachschulung vorgesehen. Eine VPU kann aus weiteren rechtlich relevanten Umständen folgen, ist aber nicht allein aufgrund dieses Alkoholwertes automatisch Pflicht.
VPU und weitere Maßnahmen
Neben einer Nachschulung sind ein amtsärztliches Gutachten und eine verkehrspsychologische Stellungnahme vorgesehen. Entsprechende Folgen gelten grundsätzlich auch bei Verweigerung der Atemalkoholuntersuchung.
Bitte beachten: Wiederholungsfälle, Probeführerscheinregelungen und zusätzliche Eignungszweifel können zu anderen oder weitergehenden Maßnahmen führen. Die gesetzlichen Entziehungsdauern und Geldstrafen werden hier nicht vollständig dargestellt.
VPU, Amtsarzt, Nachschulung oder Verkehrscoaching: Was ist der Unterschied?
Diese Begriffe werden häufig miteinander verwechselt. Tatsächlich handelt es sich um verschiedene Maßnahmen mit unterschiedlichen Aufgaben.
Verkehrspsychologische Untersuchung
Beurteilt je nach Fragestellung die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit und/oder die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung. Grundlage ist die verkehrspsychologische Stellungnahme.
Amtsärztliches Gutachten
Dient der Beurteilung der gesundheitlichen Eignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen. Dabei können zusätzliche medizinische oder verkehrspsychologische Stellungnahmen benötigt werden.
Nachschulung
Eine gesetzlich geregelte begleitende Maßnahme nach bestimmten Delikten. Sie dient der Auseinandersetzung mit dem problematischen Verkehrsverhalten und ist keine verkehrspsychologische Begutachtung.
Verkehrscoaching
Soll das Bewusstsein für die besonderen Gefahren des Lenkens unter Alkohol- oder Suchtmittelbeeinträchtigung und deren Folgen stärken. Es ersetzt nicht automatisch andere angeordnete Maßnahmen.
Sie haben ein Schreiben der Führerscheinbehörde erhalten?
Wenn eine VPU oder eine andere Maßnahme verlangt wird, sollten zunächst der konkrete Bescheid, die gesetzlichen Grundlagen und sämtliche Fristen geprüft werden.
Nicht jede behördliche Anordnung ist inhaltlich gleich. Manche Betroffene benötigen eine verkehrspsychologische Stellungnahme, andere eine Nachschulung oder amtsärztliche Abklärung. In bestimmten Fällen sind mehrere Maßnahmen vorgesehen.
Eine frühzeitige Einordnung hilft, unnötige Ausgaben und Verzögerungen zu vermeiden. Bei Zweifeln über die Rechtmäßigkeit einer Anordnung sollte qualifizierter österreichischer Rechtsbeistand hinzugezogen werden.
Häufige Fragen zur VPU-Anordnung in Österreich
Muss ich nach jedem Führerscheinentzug eine VPU machen?
Nein. Ein Führerscheinentzug führt nicht automatisch zu einer verkehrspsychologischen Untersuchung. Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt von der Rechtsgrundlage, dem Delikt und weiteren Umständen ab.
Muss ich bei 1,2 Promille automatisch eine VPU absolvieren?
Nein. Bei 1,2 bis unter 1,6 Promille ist grundsätzlich eine Nachschulung vorgesehen. Eine VPU kann aufgrund zusätzlicher rechtlicher Voraussetzungen erforderlich sein, folgt aber nicht automatisch aus diesem Wert allein.
Kann die VPU auch ohne Alkoholdelikt verlangt werden?
Ja. Auch schwere oder wiederholte Verkehrsauffälligkeiten können Anlass für eine verkehrspsychologische Beurteilung sein. § 17 FSG-GV nennt darüber hinaus weitere Fälle, etwa bestimmte Zweifel an der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit.
Ist eine Nachschulung dasselbe wie die VPU?
Nein. Die Nachschulung ist eine begleitende Maßnahme zur Auseinandersetzung mit Verkehrsverhalten. Die VPU ist eine Untersuchung durch eine dafür ermächtigte verkehrspsychologische Untersuchungsstelle. Je nach Fall können beide Maßnahmen erforderlich sein.
Kann auch beim ersten Führerscheinerwerb eine VPU nötig sein?
Ja. Eine verkehrspsychologische Stellungnahme ist beispielsweise beim Erwerb der Klasse D vorgesehen. Auch bei bestimmten Leistungszweifeln oder weiteren Voraussetzungen des § 17 FSG-GV kann sie relevant werden.
Deutschland oder Österreich? Die österreichische VPU unterliegt anderen Voraussetzungen als die deutsche MPU. Zu den deutschen Vorschriften informieren wir gesondert in unserem Ratgeber über MPU-Gründe in Deutschland .
Sie möchten Ihre persönliche Situation einordnen?
Schildern Sie uns im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch, welche Unterlagen oder Anordnungen Ihnen vorliegen. Wir besprechen, welche Fragen zunächst geklärt werden sollten.
Rechtsgrundlagen: § 17 und § 18 Führerscheingesetz- Gesundheitsverordnung (FSG-GV), § 24 Führerscheingesetz (FSG). Ergänzend die amtliche Übersicht zu Führerscheinentzugsdelikten.
RIS – § 17 FSG-GV · RIS – § 18 FSG-GV · RIS – § 24 FSG · Österreich.gv.at – Führerscheinentzug und Delikte
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die Darstellung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle rechtliche oder medizinische Prüfung.
VPU-Ablauf in Österreich: Schritt für Schritt erklärt
Eine verkehrspsychologische Untersuchung besteht je nach behördlicher Fragestellung aus standardisierten Tests, Fragebögen und einem verkehrspsychologischen Gespräch.
Die VPU Österreich soll fachlich beurteilen, ob bestimmte Voraussetzungen für das sichere Lenken von Kraftfahrzeugen vorliegen.
Umfang und Ablauf hängen davon ab, ob eine vollständige Untersuchung, eine auf einen Bereich beschränkte Untersuchung oder ein besonderes Screening vorgesehen ist.
Wie läuft eine VPU ab? Die sechs wichtigsten Schritte
Von der behördlichen Anforderung bis zur schriftlichen Stellungnahme gibt es einen nachvollziehbaren Ablauf.
Behördliche Unterlagen prüfen
Ausgangspunkt ist beispielsweise eine Anordnung der Führerscheinbehörde oder eine Zuweisung im Rahmen einer amtsärztlichen Beurteilung. Klären Sie, welcher Untersuchungsumfang verlangt wird.
Termin bei einer ermächtigten Stelle vereinbaren
Die VPU wird bei einer dafür ermächtigten verkehrspsychologischen Untersuchungsstelle durchgeführt. Informieren Sie die Stelle über die vorhandenen Unterlagen und den angeforderten Untersuchungsumfang.
Anmeldung und Erläuterung der Testverfahren
Am Untersuchungstag werden die organisatorischen Voraussetzungen geklärt. Die verwendeten Testverfahren werden erklärt. Bei Leistungstests gibt es üblicherweise Gelegenheit, sich mit der Bedienung vertraut zu machen.
Verkehrspsychologische Testverfahren absolvieren
Je nach Fragestellung werden Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentration oder weitere Leistungsmerkmale untersucht. Bei der Prüfung der Verkehrsanpassung kommen auch persönlichkeitsbezogene Verfahren zum Einsatz.
Verkehrspsychologisches Untersuchungsgespräch
Wenn die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung untersucht wird, gehört ein ausführliches Explorationsgespräch dazu. Besprochen werden insbesondere das bisherige Verkehrsverhalten, persönliche Hintergründe und die Fähigkeit zu verantwortungsbewusster Verkehrsteilnahme.
Ergebnis und behördliche Entscheidung
Die Untersuchungsstelle erstellt eine verkehrspsychologische Stellungnahme. Die zuständige Behörde berücksichtigt diese im weiteren Verfahren und entscheidet nach den geltenden gesetzlichen Voraussetzungen.
Vollständige oder eingeschränkte VPU: Was ist der Unterschied?
Nicht jeder Mensch absolviert denselben Untersuchungsumfang. Das österreichische Recht unterscheidet verschiedene Arten der verkehrspsychologischen Beurteilung.
Vollständige VPU
Umfasst die Prüfung der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit und die Untersuchung der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung. Entsprechend werden Leistungs- und Persönlichkeitsverfahren sowie ein Explorationsgespräch durchgeführt.
Untersuchung eines Teilbereichs
Je nach Anforderung kann die Untersuchung auf die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit oder auf die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung ausgerichtet sein. Die vorgesehenen Tests und Gespräche unterscheiden sich entsprechend.
Verkehrspsychologisches Screening
Für bestimmte Führerscheinbewerber, insbesondere der Klasse D, sieht § 18 Abs. 4 FSG-GV ein Screening vor. Es umfasst ausgewählte Leistungstests und ein verkürztes Untersuchungsgespräch.
Was wird bei der VPU tatsächlich untersucht?
Bei einer vollständigen Untersuchung geht es um zwei unterschiedliche Fragestellungen. Beide sind für die Beurteilung der Fahreignung relevant.
Kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit
Hier werden insbesondere Beobachtungsfähigkeit, Reaktionsverhalten, Konzentrationsvermögen, Sensomotorik sowie weitere für das Lenken relevante Fähigkeiten untersucht. Die Testverfahren erfassen unterschiedliche Leistungsbereiche unter standardisierten Bedingungen.
Bereitschaft zur Verkehrsanpassung
Im Mittelpunkt stehen unter anderem soziale Verantwortung, Selbstkontrolle, psychische Stabilität, Risikobereitschaft und mögliches aggressives Verhalten im Straßenverkehr. Dazu gehören ein verkehrsbezogener Persönlichkeitstest und ein ausführliches Gespräch.
Vorbereitung auf den VPU-Termin: Was sollten Sie beachten?
Für die VPU ist keine klassische theoretische Prüfungsvorbereitung notwendig. Entscheidend ist, dass Sie die behördliche Anforderung verstanden haben und in einer geeigneten körperlichen und psychischen Verfassung erscheinen.
Besonders bei einer Untersuchung der Verkehrsanpassungsbereitschaft sollten Sie sich mit den persönlichen Hintergründen früherer Auffälligkeiten auseinandersetzen. Auswendig gelernte Standardantworten sind dafür kein geeigneter Ersatz.
Bei bestehenden gesundheitlichen Fragen oder regelmäßig eingenommenen Medikamenten sollten Sie die Hinweise der Untersuchungsstelle beachten. Ändern Sie ärztlich verordnete Medikamente nicht eigenmächtig.
Was passiert nach der VPU?
Die Untersuchungsstelle erstellt eine verkehrspsychologische Stellungnahme. Diese ist ein Bestandteil des behördlichen Fahreignungsverfahrens.
Nach § 18 Abs. 5 FSG-GV ist eine durchgeführte VPU unverzüglich der verfahrensführenden Behörde zu melden. Die Übermittlung der Stellungnahme erfolgt nach vollständiger Bezahlung des gesetzlichen Untersuchungsentgelts.
Die endgültige Entscheidung über eine Lenkberechtigung trifft die zuständige Behörde anhand sämtlicher relevanter Voraussetzungen. Die VPU allein ersetzt keinen behördlichen Bescheid.
Häufige Fragen zum VPU-Ablauf in Österreich
Wie lange dauert eine VPU?
Für eine vollständige verkehrspsychologische Untersuchung sollten üblicherweise drei bis vier Stunden eingeplant werden. Bei einer eingeschränkten Untersuchung kann der Zeitbedarf geringer sein.
Muss ich für die VPU am Computer arbeiten können?
Besondere Computerkenntnisse sind nicht notwendig. Die Bedienung des Testsystems wird erklärt. Bei den Leistungstests können üblicherweise Übungsaufgaben bearbeitet werden.
Hat jeder VPU-Teilnehmer ein ausführliches psychologisches Gespräch?
Das hängt vom Untersuchungsumfang ab. Zur Beurteilung der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung ist ein ausführliches Explorationsgespräch vorgesehen. Bei reinen Leistungsuntersuchungen oder besonderen Screenings kann der Gesprächsumfang anders aussehen.
Ist die VPU eine theoretische Führerscheinprüfung?
Nein. Es handelt sich um eine verkehrspsychologische Untersuchung. Fahrschulwissen wird nicht wie bei einer theoretischen Führerscheinprüfung abgefragt.
Kann ich eine VPU sofort wiederholen?
Innerhalb von zwölf Monaten nach der ersten Untersuchung ist eine erneute VPU derselben Person grundsätzlich nur auf ausdrückliche Anordnung der Behörde möglich. Grundlage ist § 18 Abs. 5 FSG-GV.
Wer entscheidet nach der Untersuchung über meinen Führerschein?
Die zuständige Führerscheinbehörde trifft die weitere Entscheidung. Die verkehrspsychologische Stellungnahme ist dabei eine relevante fachliche Grundlage, ersetzt aber nicht die behördliche Entscheidung.
Weiterführende Informationen: Welche Verstöße oder Eignungszweifel eine VPU notwendig machen können, erklären wir unter VPU-Gründe in Österreich . Die gesetzlichen Untersuchungsentgelte behandeln wir im nächsten Abschnitt zu den VPU-Kosten 2026 .
Sie möchten Ihren weiteren Ablauf besprechen?
Schildern Sie uns im kostenlosen Erstgespräch Ihre Ausgangssituation und die Ihnen vorliegenden Unterlagen. Wir besprechen, welche Fragen zuerst geklärt werden sollten.
Rechtliche und fachliche Grundlagen: § 18 FSG-GV, insbesondere Absätze 2–5; § 23 FSG-GV; Informationen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) und der verkehrspsychologischen Untersuchungsstelle INFAR.
RIS – § 18 FSG-GV · RIS – § 23 FSG-GV · KFV – VPU-Ablauf · INFAR – Untersuchung
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Der konkrete Untersuchungsumfang und die weiteren Verfahrensschritte richten sich nach den anwendbaren gesetzlichen Voraussetzungen und dem Einzelfall.
VPU-Kosten Österreich 2026: Was kostet die Untersuchung?
Für die verkehrspsychologische Untersuchung in Österreich gelten gesetzlich festgelegte Entgelte. Die Höhe richtet sich danach, welcher Untersuchungsumfang erforderlich ist.
Während die deutsche MPU unterschiedliche Anbieterpreise aufweisen kann, nennt § 23 FSG-GV konkrete Beträge für die verschiedenen Formen der österreichischen VPU.
Hinzukommen können Kosten für Nachschulungen, ärztliche Gutachten, behördliche Verfahren oder weitere Maßnahmen. Diese sind nicht automatisch im VPU-Entgelt enthalten.
Gesetzliche VPU-Preise im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die gesetzlichen Nettoentgelte und die daraus errechneten Beträge einschließlich des österreichischen Umsatzsteuersatzes von 20 %.
| Art der Untersuchung | Netto | Inkl. 20 % USt. |
|---|---|---|
| Verkehrspsychologisches Screening nach § 18 Abs. 4 FSG-GV | 130,00 € | 156,00 € |
| Kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit | 181,00 € | 217,20 € |
| Bereitschaft zur Verkehrsanpassung | 300,00 € | 360,00 € |
| Vollständige verkehrspsychologische Untersuchung | 480,00 € | 576,00 € |
Quelle: § 23 Abs. 3 Führerscheingesetz- Gesundheitsverordnung (FSG-GV). Die dort genannten Entgelte verstehen sich ausdrücklich exklusive Umsatzsteuer. Die Bruttopreise sind mit 20 % berechnet. Stand: Oktober 2026.
Vollständige Untersuchung
Die vollständige VPU bezieht sich auf beide Untersuchungsbereiche: die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit und die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung. Sie ist nicht in jedem Fall notwendig.
Untersuchung eines Teilbereichs
Wenn nur ein bestimmter Untersuchungsbereich verlangt wird, ist das dafür vorgesehene Entgelt maßgeblich. Der konkrete Umfang muss sich aus den behördlichen Anforderungen ergeben.
Welche weiteren Kosten können in Österreich entstehen?
Die gesetzliche VPU-Gebühr ist nur ein möglicher Bestandteil der Gesamtkosten. Bei manchen Führerscheinentzugsverfahren sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
Nachschulung
z. B. 645 €Ein regulärer Gruppenkurs für alkoholauffällige Lenker wird vom KFV mit 645 Euro angegeben. Je nach Kursart, Wiederholungsfall oder notwendiger Fahrprobe können andere Kosten entstehen.
Amtsärztliches Gutachten
47,20 €§ 23 Abs. 2 FSG-GV sieht für bestimmte amtsärztliche Gutachten eine Gebühr von 47,20 Euro vor. Je nach Verfahrenskonstellation gelten besondere Regelungen oder weitere Ausgaben.
Führerschein-Wiederausfolgung
59 €Bei einer Entziehungsdauer von bis zu 18 Monaten wird der bisherige Führerschein grundsätzlich wieder ausgefolgt. Österreich.gv.at nennt dafür 59 Euro. Bei längeren Entziehungen gelten andere Verfahren.
VPU-Gesamtkosten: Zwei nachvollziehbare Beispiele
Wie hoch die gesamten Ausgaben ausfallen, hängt davon ab, welche Maßnahmen im konkreten Verfahren erforderlich sind.
Nur Bereitschaft zur Verkehrsanpassung
Beispiel, wenn ausschließlich dieser Untersuchungsbereich verlangt wird.
- Teiluntersuchung netto
- 300,00 €
- Umsatzsteuer 20 %
- 60,00 €
Vollständige VPU mit weiteren Maßnahmen
Beispiel einer Konstellation mit vollständiger VPU, regulärer Nachschulung, amtsärztlichem Gutachten und Wiederausfolgung.
- Vollständige VPU inkl. USt.
- 576,00 €
- Nachschulung
- 645,00 €
- Amtsärztliches Gutachten
- 47,20 €
- Wiederausfolgung
- 59,00 €
Wichtig: Die zweite Rechnung ist nur eine Addition der aufgeführten Positionen, keine verbindliche Fallpauschale. Sie setzt voraus, dass alle genannten Maßnahmen anfallen und eine Wiederausfolgung des bisherigen Führerscheins vorgesehen ist. Geldstrafen, zusätzliche Befunde, Anreise und weitere individuelle Kosten sind nicht enthalten.
Wie können Sie die VPU-Kosten richtig planen?
Entscheidend ist zunächst der genaue Inhalt des behördlichen Bescheids. Darin sollte erkennbar sein, welche Untersuchungen oder begleitenden Maßnahmen verlangt werden.
Ein Verkehrscoaching, eine Nachschulung, eine VPU und ein amtsärztliches Gutachten sind unterschiedliche Leistungen. Sie sollten deshalb in der Kostenplanung getrennt berücksichtigt werden.
Auch Geldstrafen und der Zeitraum des Führerscheinentzugs sind separat zu betrachten. Ein rechtzeitig erstellter Kostenplan hilft, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
Häufige Fragen zu den VPU-Kosten in Österreich
Was kostet eine vollständige VPU in Österreich 2026?
Das gesetzliche Entgelt beträgt 480 Euro netto. Einschließlich 20 % Umsatzsteuer ergibt das 576 Euro. Andere Maßnahmen sind darin nicht automatisch enthalten.
Sind die VPU-Preise in Österreich gesetzlich festgelegt?
Ja. § 23 Abs. 3 FSG-GV regelt die Untersuchungsentgelte für die dort genannten VPU-Formen. Die Beträge sind in der Verordnung ohne Umsatzsteuer angegeben.
Ist eine Nachschulung im Preis der VPU enthalten?
Nein. Eine Nachschulung ist eine eigenständige Maßnahme mit separaten Kosten. Ob sie angeordnet wird, hängt vom jeweiligen Sachverhalt ab.
Bezahle ich für eine eingeschränkte VPU weniger?
Das Entgelt für einen einzelnen Untersuchungsbereich ist niedriger als für die vollständige VPU. Voraussetzung ist, dass der entsprechende Untersuchungsumfang tatsächlich ausreicht.
Sind Geldstrafen in den VPU-Kosten enthalten?
Nein. Verwaltungsstrafen wegen eines Verkehrsdelikts sind von den Entgelten für VPU, Nachschulung und Gutachten zu unterscheiden. Die gesamte finanzielle Belastung kann daher deutlich höher sein.
Muss ich eine VPU bei einem Führerscheinentzug immer bezahlen?
Nur wenn eine VPU aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen tatsächlich erforderlich ist und durchgeführt wird, fällt das entsprechende Untersuchungsentgelt an. Ein Führerscheinentzug führt nicht automatisch zur VPU.
Weiterführende Informationen: Die gesetzlichen Untersuchungsanlässe erklären wir unter VPU-Gründe in Österreich . Den vollständigen Untersuchungsprozess finden Sie in unserem Ratgeber zum VPU-Ablauf . Informationen zur deutschen MPU und ihren abweichenden Kosten finden Sie auf unserer Seite MPU Kosten & Ablauf in Deutschland .
Sie möchten wissen, welche Schritte in Ihrem Fall erforderlich sein könnten?
Nutzen Sie unser kostenloses und unverbindliches Erstgespräch. Sie können uns Ihre Ausgangssituation schildern und wir besprechen, welche Fragen zunächst geklärt werden sollten.
Quellen: § 23 FSG-GV, insbesondere Absätze 2 und 3; § 11 FSG-NV; KFV – Nachschulung; Österreich.gv.at – Wiederausfolgung des Führerscheins nach Entziehung.
RIS – § 23 FSG-GV · RIS – § 11 FSG-NV · KFV – Nachschulung · Österreich.gv.at – Wiederausfolgung
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die dargestellten gesetzlichen Entgelte gelten für die bezeichneten Leistungen. Individuelle Kosten und Voraussetzungen können sich unterscheiden. Diese Seite ersetzt keine individuelle rechtliche oder medizinische Beurteilung.
VPU-Kostenrechner Österreich: Berechnen Sie Ihre voraussichtlichen Ausgaben
Was kostet eine verkehrspsychologische Untersuchung in Österreich einschließlich möglicher zusätzlicher Maßnahmen? Mit unserem VPU-Kostenrechner erhalten Sie eine nachvollziehbare Beispielkalkulation.
Wählen Sie den benötigten Untersuchungsumfang und ergänzen Sie nur die Maßnahmen, die in Ihrem Verfahren tatsächlich erforderlich sind. Die Berechnung aktualisiert sich automatisch.
Gesetzliche VPU-Entgelte
Die Untersuchungspreise folgen § 23 Abs. 3 FSG-GV. Sie werden einschließlich 20 % Umsatzsteuer berechnet. Die ausgewählte Untersuchungsart muss jedoch der tatsächlich erforderlichen Maßnahme entsprechen.
Keine verbindliche Gesamtkostenzusage
Nicht jede Person benötigt eine Nachschulung, ein Verkehrscoaching oder ein amtsärztliches Gutachten. Besondere Gebühren, individuelle Befunde und weitere Aufwendungen können die Kosten verändern.
Weiterführende Informationen: Unsere VPU-Kostenübersicht Österreich 2026 erklärt die gesetzlichen Entgelte. Erfahren Sie außerdem, wann eine VPU verlangt wird und wie die Untersuchung abläuft .
Sie möchten Ihre Ausgangssituation besprechen?
Nutzen Sie unser kostenloses und unverbindliches Erstgespräch. Schildern Sie uns, welche behördlichen Anforderungen vorliegen. Wir besprechen, welche nächsten Schritte zunächst zu klären sind.
Quellen und Preisstand: § 23 FSG-GV; Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Nachschulungen und Verkehrscoaching; Österreich.gv.at zur Wiederausfolgung nach Entziehung. Stand: Oktober 2026.
RIS – § 23 FSG-GV · KFV – Nachschulung · KFV – Weitere Maßnahmen
Hinweis: Der Rechner dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle rechtliche oder behördliche Prüfung. Die Art und Kombination notwendiger Maßnahmen kann abweichen.
VPU-Vorbereitung in Österreich: Was ist wirklich sinnvoll?
Eine gute Vorbereitung bedeutet nicht, möglichst viele Musterantworten auswendig zu lernen. Wichtiger ist, den Untersuchungsumfang zu kennen, organisatorisch vorbereitet zu sein und die eigene Ausgangssituation zu verstehen.
Bei der VPU Österreich werden unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften beurteilt. Je nach Fragestellung gehören dazu Leistungstests und ein verkehrspsychologisches Untersuchungsgespräch.
Wir zeigen Ihnen, welche Vorbereitung sinnvoll sein kann, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wann zusätzliche fachliche Unterstützung hilfreich ist.
Drei Bereiche, auf die Sie sich vorbereiten können
Sinnvolle Vorbereitung beginnt damit, zu verstehen, was tatsächlich untersucht wird.
Leistungstests verstehen
Je nach Auftrag werden beispielsweise Beobachtungsfähigkeit, Reaktionsverhalten, Konzentration und Koordination geprüft. Die Verfahren werden vor Ort erläutert.
Ausreichend Schlaf, ein planbarer Tagesablauf und das Vermeiden unnötigen Zeitdrucks sind dabei hilfreich.
Eigenes Verkehrsverhalten reflektieren
Wenn die Bereitschaft zur Verkehrsanpassung beurteilt wird, spielen die persönliche Vorgeschichte, Selbstkontrolle, Risikobereitschaft und verantwortliches Verhalten eine wichtige Rolle.
Eine sachliche Auseinandersetzung mit den Ursachen früherer Auffälligkeiten kann sinnvoll sein.
Termin und Unterlagen organisieren
Kontrollieren Sie die behördliche Anforderung, den Untersuchungsort, die Terminbestätigung und die erforderlichen Dokumente.
Klären Sie gesundheitliche oder medikamentenbezogene Fragen rechtzeitig mit den zuständigen Fachpersonen.
VPU-Leistungstests: Worauf kommt es an?
Die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit umfasst nach § 18 FSG-GV unter anderem die Beobachtungsfähigkeit, das Reaktionsverhalten, die Konzentration, Sensomotorik sowie weitere kognitive Fähigkeiten.
Es handelt sich um standardisierte Untersuchungsverfahren. Nicht jedes frei verfügbare Reaktionstest-Spiel entspricht diesen Verfahren oder bildet die tatsächlichen Anforderungen ab.
Spezielle Trainingsprogramme sind daher nicht automatisch erforderlich. Wer gesundheitliche oder leistungsbezogene Schwierigkeiten vermutet, sollte diese gegebenenfalls fachlich abklären lassen.
Vorbereitung auf das verkehrspsychologische Gespräch
Bei einer Untersuchung der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung ist ein ausführliches Explorationsgespräch gesetzlich vorgesehen. Dabei geht es unter anderem um soziale Verantwortung, Selbstkontrolle und den Umgang mit Risiken im Straßenverkehr.
Die folgenden Reflexionsfragen helfen dabei, sich ehrlich mit der eigenen Situation zu beschäftigen. Es sind keine offiziellen Prüfungsfragen.
Was hat zu der Verkehrsauffälligkeit geführt?
Welche Entscheidungen, Gewohnheiten oder Umstände haben damals eine Rolle gespielt?
Welche Verantwortung tragen Sie selbst?
Welche Folgen hatte Ihr Verhalten, auch für andere Verkehrsteilnehmer?
Was hat sich seither tatsächlich verändert?
Welche Veränderungen sind nachvollziehbar und im Alltag erkennbar?
Wie wollen Sie ähnliche Situationen künftig vermeiden?
Welche realistischen Entscheidungen und Verhaltensweisen können dabei helfen?
Entscheidend: Eine echte Auseinandersetzung mit früherem Verhalten lässt sich nicht durch auswendig gelernte Erfolgssätze ersetzen. Antworten sollten wahrheitsgemäß sein und zur eigenen Lebenssituation passen.
Vier häufige Fehler bei der VPU-Vorbereitung
Manche Probleme entstehen nicht durch fehlendes Fachwissen, sondern durch Missverständnisse über den Zweck der Untersuchung.
Standardantworten auswendig lernen
Ein authentisches Gespräch lässt sich nicht durch vorbereitete Floskeln ersetzen. Wichtiger ist die tatsächliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.
Den Untersuchungsumfang nicht kennen
Wer eine reine Leistungsuntersuchung benötigt, hat andere Anforderungen als jemand mit einer Untersuchung der Verkehrsanpassungsbereitschaft. Die behördliche Vorgabe ist maßgeblich.
Zeitdruck und schlechte Organisation
Verspätungen, fehlende Dokumente oder unnötige Hektik können den Termin erschweren. Eine frühzeitige Planung ist sinnvoller als Vorbereitung in letzter Minute.
Unrealistische Erfolgsgarantien glauben
Niemand kann das Ergebnis einer unabhängigen verkehrspsychologischen Untersuchung verbindlich garantieren. Vorsicht ist bei Angeboten mit angeblich sicheren Antworten oder geheimen Testtricks geboten.
Eine verantwortungsvolle Vorbereitung versucht nicht, Untersuchungsergebnisse zu manipulieren. Sie schafft Klarheit über die Anforderungen und unterstützt gegebenenfalls eine tatsächliche Verhaltensänderung.
Ihre praktische Checkliste vor dem VPU-Termin
Diese einfache Orientierung hilft, wichtige organisatorische Punkte nicht zu übersehen. Besondere Anweisungen Ihrer Untersuchungsstelle haben Vorrang.
Anforderungen kontrollieren
Prüfen Sie den Termin, die Adresse, die Zahlungsbedingungen und die erforderlichen Unterlagen. Klären Sie offene organisatorische Fragen mit der Untersuchungsstelle.
Ausgeruht bleiben
Planen Sie die Anreise und ausreichend Schlaf ein. Verzichten Sie auf Alkohol. Beachten Sie ärztliche Anweisungen und vermeiden Sie eigenmächtige Medikamentenänderungen.
Pünktlich und vorbereitet erscheinen
Bringen Sie Ihren Lichtbildausweis, die verlangten Unterlagen und gegebenenfalls Ihre Sehhilfe mit. Planen Sie je nach Umfang mehrere Stunden ein.
Wann kann persönliche Unterstützung sinnvoll sein?
Eine kostenpflichtige Vorbereitung ist nicht automatisch erforderlich. Wer jedoch Schwierigkeiten hat, die eigene Vorgeschichte einzuordnen oder bestehende Verhaltensmuster zu verändern, kann von einer fachlich qualifizierten Beratung profitieren.
Achten Sie darauf, dass angebotene Leistungen transparent erklärt werden und zur konkreten österreichischen Fragestellung passen.
Die eigentliche verkehrspsychologische Stellungnahme darf nur von einer gesetzlich ermächtigten Untersuchungsstelle abgegeben werden. Allgemeine Beratung ersetzt diese Untersuchung nicht.
Häufige Fragen zur VPU-Vorbereitung
Muss ich für die VPU in Österreich lernen?
Eine klassische Lernprüfung wie in der Fahrschule findet nicht statt. Laut KFV ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Je nach Untersuchungsanlass ist es dennoch sinnvoll, sich mit der eigenen Vorgeschichte auseinanderzusetzen.
Kann ich die VPU-Leistungstests trainieren?
Es gibt Angebote zum Üben von Reaktions- und Konzentrationsaufgaben. Diese entsprechen jedoch nicht zwangsläufig den anerkannten VPU-Testverfahren. Ein Training garantiert deshalb kein bestimmtes Untersuchungsergebnis.
Welche Fragen werden im psychologischen Gespräch gestellt?
Das richtet sich nach der konkreten Fragestellung. Bei der Untersuchung der Verkehrsanpassungsbereitschaft können frühere Verkehrsauffälligkeiten, persönliche Einstellungen, Verantwortungsübernahme und Veränderungen im Verhalten thematisiert werden.
Ist ein Vorbereitungskurs für die VPU Pflicht?
Nein, ein bestimmter kostenpflichtiger Vorbereitungskurs ist nicht pauschal Voraussetzung für jede VPU. Von einer behördlich angeordneten Nachschulung ist ein freiwilliges Vorbereitungsangebot zu unterscheiden.
Was ist bei Medikamenten vor der VPU zu beachten?
Einige Medikamente können Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Klären Sie Fragen dazu mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt und gegebenenfalls mit der Untersuchungsstelle. Verordnete Medikamente dürfen nicht eigenmächtig abgesetzt oder verändert werden.
Ist die VPU-Vorbereitung dasselbe wie eine MPU-Vorbereitung in Deutschland?
Nein. Die rechtlichen Voraussetzungen, Untersuchungsformen und behördlichen Verfahren unterscheiden sich. Angebote sollten deshalb ausdrücklich zur österreichischen VPU und zum individuellen Untersuchungsauftrag passen.
Weiterführende Informationen: Lesen Sie unseren vollständigen VPU-Ablauf in Österreich . Welche gesetzlichen Gebühren anfallen, zeigt unsere VPU-Kostenübersicht 2026 . Für eine eigene Beispielkalkulation steht der interaktive VPU-Kostenrechner zur Verfügung.
Sie haben Fragen zu Ihrer VPU in Österreich?
In einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch können Sie Ihre Situation schildern. Wir besprechen, welche Unterlagen, Anforderungen und nächsten Schritte zunächst geklärt werden sollten.
Informationsgrundlagen: § 18 FSG-GV zu Untersuchungsinhalten, § 19 FSG-GV zu ermächtigten Untersuchungsstellen sowie die Vorbereitungshinweise des Kuratoriums für Verkehrssicherheit.
RIS – § 18 FSG-GV · RIS – § 19 FSG-GV · KFV – Verkehrspsychologische Untersuchung
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Maßgeblich sind die aktuellen behördlichen Anforderungen und die Hinweise der Untersuchungsstelle. Individuelle rechtliche oder medizinische Fragen sollten qualifiziert geklärt werden.
VPU Österreich: Mit Klarheit den nächsten Schritt planen
Eine verkehrspsychologische Untersuchung muss kein undurchschaubares Verfahren sein. Wer die Anforderungen kennt, kann Termine, mögliche Kosten und weitere Schritte besser organisieren.
Entscheidend ist, welche Maßnahme in Ihrem individuellen Fall erforderlich ist. Nicht jeder Führerscheinentzug führt zu einer VPU, und nicht jede VPU umfasst dieselben Untersuchungsbereiche.
Bevor Sie kostenpflichtige Leistungen buchen, sollten Sie daher die behördliche Anordnung und die tatsächlich notwendigen Schritte klären.
Behördliche Anordnung prüfen
Klären Sie, ob eine vollständige VPU, eine Teiluntersuchung, eine Nachschulung oder ein amtsärztliches Gutachten verlangt wird. Beachten Sie sämtliche Fristen und Vorgaben.
Kosten und Termine planen
Nutzen Sie die gesetzlichen Entgelte als Grundlage. Berücksichtigen Sie zusätzliche Maßnahmen nur, wenn diese in Ihrem Verfahren tatsächlich erforderlich sind.
Offene Fragen besprechen
Ordnen Sie Ihre persönliche Ausgangssituation ein und klären Sie, welche fachlichen Ansprechpartner und nächsten Schritte sinnvoll sein können.
Die wichtigsten Informationen noch einmal im Überblick
In unserem Ratgeber haben wir die Voraussetzungen, den Untersuchungsablauf, die gesetzlichen VPU-Kosten und eine sachgerechte Vorbereitung erklärt.
Mit dem interaktiven Kostenrechner können Sie zusätzlich eine persönliche Beispielkalkulation erstellen und die einzelnen Kostenpositionen nachvollziehen.
Die Berechnung ersetzt jedoch keine Prüfung der konkreten behördlichen Anforderungen.
Der erste Schritt ist ein gutes Gespräch.
Sie haben Fragen zu Ihrer VPU, zu den möglichen Kosten oder zu einer behördlichen Anordnung in Österreich? Nutzen Sie unser Kontaktformular und schildern Sie uns Ihre Ausgangssituation. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Rechtliche Grundlagen: Österreichisches Führerscheingesetz, insbesondere § 30 FSG, sowie die europäischen Vorschriften zum ordentlichen Wohnsitz und zum Führerscheinerwerb.
RIS – § 30 FSG · EU – Führerschein erwerben
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle rechtliche, medizinische oder verkehrspsychologische Beurteilung.
Kostenloses Erstgespräch anfragen
Wir melden uns, um Ihre Fragen und mögliche nächste Schritte zu besprechen.
VPU-Informationen in Ihrer Gemeinde
Finden Sie die passenden Informationen zu Ihrer Stadt oder Gemeinde – in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Beratung erfolgt online oder telefonisch. Die genannten Städte sind keine eigenen Bürostandorte.
Dein Weg zur MPU-Vorbereitung.
Du entscheidest, wie du beginnen möchtest. Beide Wege sind kostenlos und unverbindlich.
Schilder uns direkt dein Anliegen.
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Dieser Selbsttest dient der allgemeinen Orientierung zur MPU-Vorbereitung in Deutschland. Er ersetzt keine österreichische VPU oder schweizerische Fahreignungsabklärung.
